Portrait Die Skop Klarheit

Meine Ziele in der bildenden Kunst orientieren sich an der identitätstiftenden traditionellen Praxis, die handwerkliche und geistige Normen der Regionalkultur wahrt und aktualisiert. Diese Kunstausübung ist somit Teil eines Deutschen Kulturföderalismus!

- Malerei mit Naturfarben, die den Anspruch der ökologischen Nachhaltigkeit entsprechen. - Fliesen- und Kachelmalerei. Eine typisch schleswig-holsteine Kunstgattung unter besonderer Berücksichtigung des modernen und traditionellen Kunsthandwerks im Ostsee-Raum. - Moderne Farben in der Aquarellmalerei unter Berücksichtigung von Emil Noldes Farbtheorie (Dekorative Malerei, Reisebücher und Buchillustration)

Dr. phil. Katja Brockmöller (geb. Skop), geb. am 21. März 1963, in Hamburg Altona, aufgewachsen in der Sternstraße in Kiel, verheiratet seit Mai 2001.

Laufende Arbeiten (Publikation /Malerei):

1.) Die Hamburger Druckerei Jean Holze - Gewerkschaftsarbeit und kleinformatige Kunst. (Firmengeschichte)

2.) Kunst als Zugewinn für Pflegeberufe und private Pflege für den Raum Schleswig-Holstein und darüber hinaus - praktisch erprobte und ausgearbeitete Arbeitsblätter mit vielfältigen Kunstaktivitäten-

Geplante Ausstellung: Touristische Nordlandreisen und die Stationen der Polarexpedition im Herbst 2019

Mein Lebenslauf

Mit einem Lebenslauf auf dieser Website verfolge ich das Ziel, die unterschiedlichen Bildungsstränge meines Werdegangs vorzustellen, und damit meine komplexen Fähigkeiten als Künstlerin und Kunstsachverständige aufzuzeigen. In meiner Kindheit habe ich bereits anspruchsvolle Kunstkurse in den Ateliers der Legienstraße in Kiel absolviert. So habe ich im Atelier Blaue (Plastik), welches nach dem Tod des schleswig-holsteinischen Bildhauers Alwin Blaue von seiner Ehefrau weiter geführt wurde, die keramische Gestaltung von Kleinplastiken erlernt. Zudem besuchte ich diverse Veranstaltungen im Atelier Techant, wo ich Kachelmalerei erlernte. Da ich keinen wirklichen Kunstunterricht an den Schulen hatte, nutzte ich die Möglichkeit des externen Kunstunterrichts, den die Volkshochschulen und Privatlehrer anboten. Man kann wohl behaupten, dass ich vor allem während meiner Jugend ein echtes "Kind der Volkshochschule" war.

1979 Realschulabschluss in Kiel; 1979-80 Bürogehilfin ohne Ausbildungsperspektive; 1980-81 Bildungsreise zur Vorbereitung einer Ausbildung im Ausland mit dem Ziel als Traditionsmalerin zu arbeiten. (Durch meine Konfessionslosigkeit war dies letztlich jedoch nicht durchzusetzen); 1981 Fast 3-jährige Ausbildung zur Schriftsetzerin (Blei- und Fotosatz).- Bei diesem, in Deutschland ehemals gewerkschaftlich organisiertem Traditionsberuf (vgl. mittelalterliche Schreibstuben, Gutenberg etc.), zeichnete sich für mich schon früh ab, dass er einer der ersten Berufe seine würde, der von der Digitalisierung assimiliert werden würde. Heute steht uns das Ausmaß dieses Prozesses deutlich vor den Augen. Ich z. B. muss mit meist amerikanischen Programmen für digitale Printmedien arbeiten. Diese Arbeitsplattformen haben keine gewerkschaftlich-demokratischen Strukturen mehr (von den steuerlichen Konsequenzen ganz abgesehen) und ihre Schwerpunkte liegen nicht einmal mehr auf der Grundlage der deutschen Sprache - ; 1983-86 Bürogehilfin ohne Ausbildungsperspektive; 1986 Duale Ausbildung als staatlich examinierte Altenpflerin (Diakonie):1988 Staatliche Anerkennung Altenpflegerin ohne konfessionelle Zugehörigkeit; 1986 bis 2004 Tätigkeit als staatlich examinierte Altenpflegerin in sozialwirtschaftlichen Betriebssystemen, die aus kostengründen meinen Berufsabschluss in der Regel nicht voll anerkannten. Die kostenaufwendigen Fortbildungen und Schulen, wie die Fachschulreife Sozialwirtschaft, Allgemeine Hochschulreife und kunsttherapeutische Fortbildungen wurden bisher leider von den sozialwirtschaftlich Betrieben nicht als Zugewinn anerkannt! Hier wäre ein Diskurs zwingend notwendig; 1992 Berufliche Schulen in der Gellertstrasse Kiel (nebenberuflich): Abschluss Fachhochschulreife Sozialwirtschaft; 1996 bis 1999 Besuch des Städtischen Abendgymnasiums Kiel (nebenberuflich): 1999 Allgemeine Hochschulreife; 2001-2009 Elternzeit und Hochschulstudium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; (Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte und Archäologie); 2009-2018 Freiberufliche Tätigkeit als Honorarkraft an der VHS, Lehramtsstudium und Promotion Kunstgeschichte; 2018 Kunstwissenschaftlicher Durchbruch mit einer kunsthistorischen Promotion an der CAU-Kiel. 2018 Gewerbe: Fliesen-, Kachel- und Kunstmalerei; Honorarkraft als Kunstpädagogin an der VHS, Publikationsvorbereitungen für Kunst- und Kulturwissenschaftliche Projekte.

1. Kind
07.08.2001 Geburt meiner Tochter (Am selben Tag erreichte 1947 Thor Heyerdahl nach 101 Seetagen auf der Kon-Tiki das Tuamotu Archipel)

2. Kind
14.01.2005 Geburt meines Sohnes (Am selben Tag wurde der Kieler Friede 1814 abgeschlossen. Andere Familienangehörige waren an dem selben Tag geboren.)

Durch meinen Mädchennamen "SKOP" (Sehen, Beobachten, Wahrnehmen, Wissen-(schaften)) inspiriert, bin ich rechtzeitig meinen hoffnungsvollen künstlerisch-philosophischen Werdegang angetreten. An der Universität wurde schnell deutlich, dass Traditionsmalerinnen in der BRD nur noch im Buch existieren. Doch auch wenn es mit Recht aus humanistischer Sicht Einwände gibt, müssen ethnologisch-strukturelle Voraussetzungen erkannt und gefördert werden. Ein Beispiel für meine Arbeitsstrategie wird durch den philologischen Feldblumenstrauß fassbar, den ich mir am Wegesrand eingesammelt und angeeignet habe. Zunächst waren es die sieben Sprachen Altisländisch, Deutsch, Englisch, Norwegisch sowie Griechisch, Latein und Französisch, mit denen ich mich näher befasste. Nun sind zu dem Strauß noch Sprachen, wie Niederdeutsch, Friesisch und Russisch dazugekommen.

Studium:

Seit dem ich 14 Jahre alt bin, besuche ich selbstbestimmt und aus eigenem Antrieb Vorlesungen an der CAU Kiel. Altnordische Literatur, Germanistik, Osteuropäische Geschichte, Neuere Geschichte, Physik, Kristallographie, Theologische Philosophie, Völkerecht, Pädagogik, Kunstpädagogik, Ethnologie und Kultwirtschaft.

2001 Beginn des Studiums der Kunstgeschichte 2001 an der CAU Kiel (Hauptfach Kunstgeschichte, Nebenfächer Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte), studienbegleitender Erwerb von PC-Kenntnissen im Bereich der Präsentation, der Bildbearbeitung und der Erstellung von Grafiken. Privater Erwerb von Kenntnissen der Websitepflege mit HTML und CSS. Kenntnisse von Photoshop und InDesign (alfateam). Als Spezialistin für Heimatkunstforschung aktualisiere ich meine Kenntnisse im Bereich des Datenschutzrechtes, insbesondere von personenbezogener Text- und Bildinhalten noch lebender oder kürzlich verstorbener Personen, regelmäßig. Die Datenschutzgrundverordnung von 2018 ist für Künstler, Heimatforscher und Kulturwissenschaftler wichtig, weil sie nicht nur das geistige Eigentum von Personen schützt, sondern auch deren Persönlichkeitsrechte im allgemeinen. Bei Veröffentlichungen müssen textliche und bildliche Darstellung von Personen - insbesondere minderjährigen-, Häusern, beweglicher Habe etc. von Personen/Besitzern selbst eine Einverständniserklärung abgeben. Das Datenschutzgesetz gilt nicht nur zu Lebzeiten der Personen/Besitzer, sondern bis zu 70 Jahre nach deren Ableben. Heimatkunst stellt eine Brücke zwischen dem Steuerzahler mit alltagskünstlerischen Kenntnissen und Kunstexperten mit komplizierten intellektuellen, von schriftlichen Überlieferungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen geprägten Kunstkenntnissen dar. In diesem Zusammenhang können ethnologisch-technische jedoch keine privat-familiären Strukturen faktisch anerkannt werden!

Berufspraktikum von 2005 bis 2009 mit einer Ausstellungsvorbereitung zur Ausstellung "Arthur Haseloff als Erforscher mittelalterlicher Buchmalerei" mit Veröffentlichung und Erstellung eines Ausstellungskataloges zum Thema mittelalterliche Buchmalerei.

15.07.2009 Magistra Artium, danach Promotionsbeginn, Erfolgreiche Doktorprüfung 30.01.2017

"Momme Nissen (1870-1943) Maler, Kunstkritiker und Netzwerker der niederdeutschen Heimatkunst" (ISBN 978-3-8300-9970-3) seit Mai 2018: Verlag Dr. Kovac in Hamburg

Ich arbeite seit 2009/2010 als Honorarkraft an verschiedenen Volkshochschulen in Schleswig-Holstein. Dort unterrichte ich freie Malerei im Bereich der Jugend-und Erwachsenenbildung. Da ich eine der jüngsten Forschungarbeiten über die Heimatkunst verfasst habe, stehe ich als Referentin gerne zur Verfügung.

Malerisch-künstlerischer Lebenslauf bis 2019:

Anfang der 90er Jahre wurde ich Mitglied der Hamburger Malschule e. V. und bin seitdem Mitglied der "Freunde der Kunsthalle" (Hamburger Kunsthalle). An der Hamburger Kunsthalle besuchte ich Veranstaltungen, die historische Techniken, wie die Vergoldung aber auch moderne Techniken aus der freien Malerei oder der Fotografie sowie Film, zum Thema hatten. Auch die private Kunstschule in Hamburg Blankenese hat mir wesentliche Impulse im Bereich der freien Malerei vermittelt. Außerdem habe ich an diversen Veranstaltungen des Museumsdienstes Hamburg im Bereich Malerei und Grafik teilgenommen. Dem ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, und seinen Verdiensten an der Entstehung einer norddeutschen Kunsterzieherbewegung, habe ich deshalb ein Kapitel in meiner Doktorarbeit gewidmet. 1999 habe ich an der Kunstschule Holbek in Dänemark Malerei und Bildhauerei aus dänischer Sicht kennengelernt. Aspekte einer lokal-schleswig-holsteinisch geprägten Kunst erhielt ich wiederum von dem Schleswig-Holsteinischen Landschaftsmaler Herbert Kruse (1916-2002) aus Molfsee. Traditionelle christliche Malerei inspiriert mich heute ebenso, wie traditionelle Darstellungen der germanischen, skandinavischen und slavischen Mythologie, die ich viel früher entdeckte. Diese dominanten geistigen Strömungen in Nordeuropa lassen sich in der Literatur und in der Kunst am Besten fassen. Auf der Suche nach ihren Schnittpunkten untersuche ich die Buchkunst im Zusammenhang mit der Eddaforschung und seit 2015 - zunächst improvisatorisch und dann unter fachlicher Anleitung einer orthodoxen Ikonenmalerin - habe ich damit begonnen, traditioelle Ikonen zu malen. Bei dem renomierten Skriptor Peter Schäffel aus Bern, erlernte ich zudem die traditionelle romanische Buchmalerei zum einen auf dem Wege der Atelierarbeit, zum anderen per Buch. Für meine Malerei, die die Kultur des Ostseeraumes ins Zentrum stellt, bevorzuge ich ökologisch wertvolle und biologisch abbaubare Produkte. Zum Zwecke der Anwendbarkeit und Herstellungspraxis von natürlichen und synthetischen Farbstoffen besuchte ich Seminare an der Farbmühle Kremer im Allgäu, die sich unter anderem mit der Anwendung von historischen Pigmenten beschäftigten. Um meine Qualitäten als Dozentin im Bereich der Kunstvermittlung zu verbessern, besuche ich regelmäßig Veranstaltungen mit pädagogischen Inhalten. Die pädagogischen Strukturen entfalten sich sich flächendeckend durch die Vorträge und Fortbildungen des IQSH, der Universität u. a. stattlich organisierte Institutionen. Fortbildungen im Bereich der betreuten Ganztagsschule, die ich in verschiedenen Modulen vorweisen kann, wurden bisher von den VHSsen getragen. Sie werden von den Schulen meist nicht anerkannt. In einer größeren Nachlassbearbeitung für das Land Schleswig-Holstein konnte ich 2014 meine alltagstauglichen Fähigkeiten als Kunsthistorikerin vorführen. Mit dem Beitritt zum "Deutschen Verein für Kunstwissenschaften e. V." und dem Arbeiten als Traditionskünstlerin fühle ich mich bereit anspruchsvolle Arbeiten außerhalb der Universität zu leisten. Um einen möglichst großen Käuferkreis zu finden, bin ich mit einem Onlineshop präsent. AUSBLICK: Um meine handgefertigten und künstlerisch wertvollen Fliesen, Aquarelle und Schiffsgemälde für unsere willkommenen Kreuzfahrtgäste in Schleswig-Holstein anzubieten, suche ich eine Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeit! Ich beteilige ich mich aktiv an dem, von der Landesregierung in Aussicht gestellten kreativ- und kulturwirschaftlichem Konzept für start-up- Gründungen.

Meine Hobbys:

Ich spiele seit meinem 10. Lebensjahr akustische Gitarre. Die Musik steht dabei selbstverständlich mit den anderen Künsten im Zusammenhang. Die Beschäftigung mit "Zigeunermusik" zog in diesem Zusammenhang auch eine Auseinandersetzung mit sozialen Fragen nach sich.

Meine Doktorarbeit über "Momme Nissen (1870-1943) Kunstmaler, Kunstkritiker und Netzwerker der niederdeutschen Heimatmalerei"

Landgerichtsdirektor Wulf mit Beisitzern Dissertation

Kunstgeschichte in Nordfriesland: Auf den Spuren des Deezbüller Malers Momme Nissen

Karlsruhe Die Suche gestaltete sich langwierig: Über Jahre stöberte Dr. Katja Brockmöller auf den Spuren des Deezbüller Malers Momme Nissen (1870-1943) in Museen und Bibliotheken, suchte den Kontakt zu Nachfahren und startete vor sechs Jahren mit Hilfe unserer Zeitung auch einen Aufruf, um verschollene Werke des gebürtigen nordfriesischen Künstlers aufzuspüren. Denn die heute 55-jährige Kunsthistorikerin arbeitete im Rahmen ihrer Doktorarbeit an einer Katalogisierung des Gesamtwerks des im schweizerischen Graubünden verstorbenen Malers und Schriftstellers, dessen Onkel der Friesenmaler Carl Ludwig Jessen war. Fündig wurde sie bei ihrer Arbeit seinerzeit unter anderem in der Sammlung des Husumer Nordfriesland-Museum/Nissenhaus, in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek, wo Nissens schriftstellerischer Nachlass bewahrt wird, oder auch im Kölner Dominikaner-Kloster "Heilig Kreuz". Und der Leseraufruf förderte am Ende auch noch einmal zwölf neue Zeichnungen von Nissen, der zum Katholizismus konvertiert war und später in München lebte, zutage. Dank exzellenter Kontakte konnte er 1903 Papst Leo XIII. und 1910 auch Pius X. porträtieren. Während ausgedehnter Reisen durch Europa machte Nissen aber immer wieder auch in Niebüll-Deezbüll und Husum Station, so Katja Brockmöller. "Er hat eine typische europäische, niederdeutsche und friesische Geschichte", sagt sie. Auch eine sich bis dahin im Familienbesitz befindende, unveröffentlichte Monografie aus dem direkten Umfeld von Nissen half ihr bei dem Forschungsziel, ein umfassenderes Bild des auch über die Grenzen Schleswig-Holsteins wirkenden Künstlers zu erstellen und "mit den Bildern das Oeuvre des Malers für die Forschung neu zu erschließen". "Bis jetzt sind knapp 300 Arbeiten nachweisbar", sagt Katja Brockmöller, die ihre Spurensuche 2018 offiziell eigentlich abgeschlossen hat. Da etliche Nissen-Werke noch verschollen sind, geht sie aber weiterhin Hinweisen auf mögliche Originale nach. Und auch sonst lässt sie das Thema nicht los: In ihrem Fokus steht die erste Schleswiger Kunstausstellung im Jahr 1901, deren Ausstellungsleiter Momme Nissen gewesen sei. Dort wurden Künstler aus der Region präsentiert - "nur die besten Arbeiten", weiß sie. Das Buch "Momme Nissen (1870 - 1943): Maler, Kunstkritiker und Netzwerker der niederdeutschen Heimatmalerei" von Katja Brockmöller ist im Kovac Verlag, Hamburg, erschienen. Auf 554 Seiten enthält es eine Aufstellung aller bekannten Bilder und Veröffentlichungen von Nissen. Ein Artikel von Jörg von Berg vom 28. Dezember 2018

Als die Bildersuche begann: Nordfriesland. Momme Nissen war nicht nur einer der bekanntesten Maler Nordfrieslands, sondern auch der Neffe des Deezbüller Friesenmalers Carl Ludwig Jessen. Vor bald 70 Jahren ist Nissen verstorben. Sein Gesamtwerk war aber nie zusammengefasst worden. Doch daran wird gearbeitet. Seit zwei Jahren stellt sich Kunsthistorikerin Katja Brockmöller von der Christian-Albrechts-Universität Kiel diesem Mammutprojekt. Immer wieder kommt sie dafür auch nach Husum. Im Archiv des Nordsee-Museums stöbert sie, unterstützt von Projektleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers, nach Werken Nissens. Jetzt bittet Katja Brockmöller die Husumer um Hilfe: Wer hat Bilder oder Grafiken von Momme Nissen und kann so zu einem Bildband beitragen, den wir veröffentlichen wollen? Brockmöller glaubt, dass ältere Nordfriesen den einen oder anderen Nissen zu Hause haben könnten. Vielen ist es nicht geheuer, wenn ich direkt anfrage. Das Projekt Momme Nissen ist Teil ihrer Doktorarbeit und wird in Kiel von Prof. Dr. Christoph Jobst begleitet. Wir haben Anhaltspunkte für rund 120 Bilder und Grafiken Nissens - etwa 30 davon werden im Museum in Husum aufbewahrt, weiß die 49-Jährige. Der Deezbüller malte sein Friesland und dessen Menschen. Nissen durfte als Katholik - sein Ordensname bei den Dominkanern war Benedikt - aber auch die Päpste Pius X. und Leo XIII. porträtieren. Einige dieser Bilder sind in Besitz von Privatsammlern, vermutet Katja Brockmöller. Der Kölner Kardinal Fischer habe Momme Nissen die Möglichkeit verschafft, Papst Pius X. zu malen, erzählt die Kunsthistorikerin und zeigt uns eine Zeichnung mit dem Kardinal, dessen von Nissen gemaltes Bild wahrscheinlich verbrannt ist. Wer etwas zu dem Bildband beisteuern kann, sollte sich unter Telefon 04347/909964 melden.

Aus: Husumer Nachrichten vom 4. Oktober 2012, Wagner