Portrait Die Skop Klarheit

Die Unterbrechung des kulturellen Lebens von März 2020 bis Juni 2020 hat viele Probleme unter einer laienhaft verankerten Rechtsform Kulturföderalismus aufgezeigt. Ich aber arbeite als Künstlerin und Kunstdozentin weiter an einer aktuellen Definition von Regionalkunst. Dabei konzentriere ich mich auf die ethno- kunstwissenschaftlichen Forschungen von Leo Frobenius und den ethnologischen Andeutungen innerhalb der kunsthistorischen Forschung von Horst Bredekamp. Eine besondere Berücksichitugung findet bei mir die dichterische Bildvorlage. Eine besondere Kraft der Abbildbarkeit konnte sich in den germanischen Sprachen entfalten, welche von Altphilologen, wie Carl Simrock und Klaus von See methodisch erschlossen wurden.

- Malerei mit Naturfarben, die sich im kulturellen Kontext bewährt haben, und die den Anspruch der ökologischen Nachhaltigkeit entsprechen.

- Fliesen- und Kachelmalerei (traditionelles Kunsthandwerk im Ostsee-Raum)

- Moderne und traditionelle Farben in der Aquarellmalerei unter Berücksichtigung von Emil Noldes Farbtheorie.

Meine laufende Arbeiten:

1.) Kunst als privater Zugewinn und als Ausdruck persönlicher gesellschaftlicher Teilhabe. Praktisch erprobte Arbeitsblätter für die Aquarellemalerei im privaten Umfeld. Geeignet die selbstbestimmte Beschäftigung mit Malerei. Individelle Beratung über die Zusammenstellung der Arbeitsblätter per Telefon, Mail oder Zoom! Arbeitsblatt schon ab 3 Euro. Bleiben Sie modern!

2.) Ausstellung 2022: Spiegelbilder - Der Geist der Universität Kiel!

3.) 125 jähriges Jubiläum der "Erste(n) Schleswig'sche Kunstausstellung" in Flensburg. Wie die schleswig-holsteische Kunst zur Erinnerungskultur wurde. 4.) Arbeitstitel: Die Hamburger Druckerei Jean Holze - Gewerkschaftsarbeit in den Augen der Künstler und Sammler. (Firmengeschichte auf 44 Seiten und 11 Bildbesprechungen)

Dr. phil. Katja Brockmöller (geb. Skop), geb. am 21. März 1963 (Äquinoktium), in Hamburg Altona, aufgewachsen in der Sternstraße in Kiel, verheiratet seit Mai 2001 (Mein Ehemann ist an einem der drei Tage des Solstitiums geboren). Mit meiner Ehe und den Folgen daraus konnte ich Strukturen, die hierzulande noch einen Wert haben, tradieren.

Künstlerischer-, akademischer- und tabellarischer Lebenslauf sowie Inspirationen und Hobbys.

Mit einem künstlerischen Lebenslauf auf dieser Website verfolge ich das Ziel, die komplexen Strukturen meines künstlerischen Werdegangs vorzustellen. Dieser Werdegang ist parallel zu einem Berufsleben entwickelt. Im Anschluss an meine Promotion, habe ich bei der Vergabe von Volontariaten keine Berücksichtigung gefunden. Auf diesem Weg wird Promovierten der Berufseinstiegs in die Kulturlandschaft erheblich erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass es politische Regelung geben muss, die es Kräften nach der Promotion ermöglichen, einen Berufseinstieg zu bekommen. Ich bitte um die nötige Solidarität im Arbeitsleben. Aktuell benötige ich Erwerbsmöglichkeiten! Tel: 04347/909964

1.Künstlerischer Lebenslauf

In meiner Kindheit habe ich bereits anspruchsvolle Kunstkurse (Keramische Gestaltung und Fliesenmalerei) in den Ateliers der Legienstraße in Kiel absolviert. So habe ich im Atelier Blaue (Plastik), welches nach dem Tod des schleswig-holsteinischen Bildhauers Alwin Blaue von seiner Ehefrau Illa Blaue weiter geführt wurde, die keramische Gestaltung von Kleinplastiken und die Fliesenmalerei erlernt. Zudem besuchte ich diverse Veranstaltungen im Atelier Techand, wo ich auch etwas über Kachelmalerei erlernte. Der Kunstunterricht des Atelies Techand wurde 1964 erstmals auch über die VHS Kiel angeboten. Regionale Künstler und Künstlerinnen legten also die Grundlagen für ein ethnologisch-volkskundliches Konzept, dass an der "Schwarzen Pädagogik" vorbeiführte und in SH bis heute seine Gültigkeit in der Kunstpädagogik hat. Da ich keinen wirklichen Kunstunterricht an den Schulen hatte, konnte ich so die Möglichkeit des externen Kunstunterrichts, den die Volkshochschulen und Privatlehrer anboten, nutzen. Man kann wohl behaupten, dass ich vor allem während meiner Jugend ein echtes "Kind der Volkshochschule" war.

Anfang der 90er Jahre wurde ich Mitglied der Hamburger Malschule e. V. und bin seitdem Mitglied der "Freunde der Kunsthalle" (Hamburger Kunsthalle). An der Hamburger Kunsthalle besuchte ich Veranstaltungen, die historische Techniken, wie die Vergoldung aber auch moderne Techniken aus der freien Malerei oder der Fotografie sowie Film, zum Thema hatten. Auch die private Kunstschule in Hamburg Blankenese hat mir wesentliche Impulse im Bereich der freien Malerei vermittelt. Außerdem habe ich an diversen Veranstaltungen des Museumsdienstes Hamburg im Bereich Malerei und Grafik teilgenommen. Dem ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, und seinen Verdiensten an der Entstehung einer norddeutschen Kunsterzieherbewegung, habe ich deshalb ein Kapitel in meiner Doktorarbeit gewidmet. 1999 habe ich an der Kunstschule Holbek in Dänemark Malerei und Bildhauerei aus dänischer Sicht kennengelernt. Aspekte einer lokal-schleswig-holsteinisch geprägten Kunst erhielt ich wiederum von dem Schleswig-Holsteinischen Landschaftsmaler Herbert Kruse (1916-2002) aus Molfsee. Nach meinem Hochstuhlstudium wurde ich mit einem Teilzeitgewerbe im Kunstsektor selbstständig. Traditionelle christliche Malerei inspiriert mich heute ebenso, wie traditionelle Darstellungen der germanischen, skandinavischen und slavischen Mythologie, die ich viel früher entdeckte. Diese dominanten geistigen Strömungen in Nordeuropa lassen sich in der Literatur und in der Kunst am Besten fassen. Auf der Suche nach ihren Schnittpunkten untersuche ich die Buchkunst im Zusammenhang mit der Eddaforschung. Während des Studiums habe ich ebenso eine große Leidenschaft für die illustrierte Buchkunst des alten Griechenlandes entwickelt. Da ich die Sprachhüde des Altgriechischen nicht so schnell überwinden konnte, begann ich 2015 - zunächst improvisatorisch und dann unter fachlicher Anleitung einer orthodoxen Ikonenmalerin, Ikonen zu malen. Ikonen können mir ein tieferes Verständis für die sozio-kulturellen Augaben der Malerei, die Vorbild für die europäische Buchmalerei bildete, geben. Bei einem renomierten Buchmalerer aus Bern, erlernte ich zudem die traditionelle romanische Buchmalerei.

Als Traditionskünstlerin und Kunsthistorikerin darf ich mich nicht von den heute unscharf gezeichneten Bildern von Kunstproduktion irritieren lassen. Deshalb bemühe ich mich, ausgehend von Herodots ethnographischem Denken seiner "Historia", sozio-kulturellen Aufgaben der traditionellen bildenden Kunst aufzuzeigen. Die moderne Völkerkunde (altgriechisch: Ethnologie) hat sich von dem Aspekt der Charakterdarstellung - z. B. durch das einer Volksgruppe zugrundeliegende, charakteristische Kulturschaffen - abgewandt. Anstelle dieser und anderer Charakterdarstellungen ist die Abbildbarkeit von der physischer Gesundheit und dem Interesse an einem lebenslangem und damit kontinuierlich andauerndem Glück (ohne dabei den Aspekt der so genannten Leidensschule zu berücksichtigen)geworden. In diesem Zusammenhang wurde der Ausdruck "interessierende Population" in die deutsche Bürokratie eingeführt. 2015/16 wurde die Ethnologe zu Gungsten der Flüchtlingspolitik zusätzlich nicht mehr mit dem Menschen als Kulturschaffenden in Verbindung gebracht. Soziale- und kulturanthropologische Strukturen in ganz Europa wurden im Zuge dieser Entwicklungen empfindlich gestört. Dem Umdeutungsversuch von ethnologischen Strukturen wurden 2018 zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über die Kultur verschiedener Ethnien, z. B. Finnland: schamanistische Kultur, Deutschland: germanischer Kultur und Dichtkunst, Island: nordische Schriftkultur aber auch verschiedene kulturell-volkskundliche und kulturell-christliche Schriften (vgl. auch meine Diss. von 2017 "Momme Nissen..." ) entgegengesetzt.

Für meine Malerei, die die Kultur des Ostseeraumes ins Zentrum stellt, bevorzuge ich ökologisch wertvolle und biologisch abbaubare Produkte. Zum Zwecke der Anwendbarkeit und Herstellungspraxis von natürlichen und synthetischen Farbstoffen besuche ich anders viele Kunstlaien, die an den Volkshochschulen unterrichten dürfen, Seminare an der Farbmühle Kremer im Allgäu, die sich unter anderem mit der Anwendung von historischen Pigmenten beschäftigten. Zudem nutze ich die Forschungsergebnisse um die Untersuchungen von "Farben" an der TU -München. Um meine Qualitäten als Dozentin im Bereich der Kunstvermittlung zu verbessern, besuche ich regelmäßig Veranstaltungen mit pädagogischen Inhalten. Die pädagogischen Strukturen entfalten sich sich flächendeckend durch die Vorträge und Fortbildungen im Land und darüberhinaus. Im Bereich des Online - Kunstunterrichtes habe ich mich über das normale Maß hinaus und mit Selbstlernphasen qualifiziert. In einer größeren Nachlassbearbeitung für das Land Schleswig-Holstein konnte ich 2014 meine alltagstauglichen Fähigkeiten als Kunsthistorikerin vorführen. Mit dem Beitritt zum "Deutschen Verein für Kunstwissenschaften e. V." und dem "Verein für Kunsthistoriker" fühle ich mich als Traditionskünstlerin nicht mehr nur auf einen Nebenschauplatz versetzt.

AUSBLICK:

Meine start-up-Gründung als Künstlerin mit Gewerbeschein kann sich leider noch nicht selbst tragen. Da die Ministerien in der Landeshauptstadt Schleswig-Holstein seit Beginn der Coronaverordnungen meist nur noch regelmäßig von der IT und einigen wenigen Abteilungsleitern/innen besetzt ist, ist die Verwaltung praktisch seit einem Jahr abkömmlich. Gesellschafts- und Geisteswissenschaftler und Wirtschaftswissenschaftler, die mit Ihren akademischen Qualifikationen für die Erhaltung der Moral und der Struktur in Schleswig-Holstein sorgen, sind an meinen Belangen als Künstlerin und Kulturschaffende interessiert.

Käuferkreis

Mein Käuferkreis besteht meist aus männlichen Sammlern und engagierten Kunstliebhabern/innen. Um meine handgefertigten und künstlerisch wertvollen Fliesen, Aquarelle, Pferdebilder und Schiffsgemälde für Touristen (Kreuzfahrer, Pferdeliebhaber, Radfahrer, Freunde der Megalithkultur, Wanderer, Strandliebhaber, Segler, Standup-Paddler, Taucher, Kiter, Windsurfer, Brücken - und Bauernhausarchitekturliebhaber, Baumliebhaber)in Schleswig-Holstein anzubieten, suche ich eine Ausstellungs- und Verkaufsmöglichkeit! Auftragsarbeiten (Schiffsbilder, Pferdebilder, Landschaftsbilder) fertige ich nach Ihren persönlichen Wünschen ab 150 Euro an!

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2.) Studium

Seit dem ich 14 Jahre alt bin, besuche ich selbstbestimmt und aus eigenem Antrieb Vorlesungen an verschiedenen Universitäten. Altnordische Literatur, Germanistik, Osteuropäische Geschichte, Neuere Geschichte, Physik, Kristallographie, Theologische Philosophie, Völkerecht, Pädagogik, Kunstpädagogik, Ethnologie und Kultwirtschaft.

2001 Beginn des Studiums der Kunstgeschichte 2001 an der CAU Kiel (Hauptfach Kunstgeschichte, Nebenfächer Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte), studienbegleitender Erwerb von PC-Kenntnissen im Bereich der Präsentation, der Bildbearbeitung und der Erstellung von Grafiken. Privater Erwerb von Kenntnissen der Websitepflege mit HTML und CSS. Kenntnisse von Photoshop und InDesign (alfateam). Als Spezialistin für Heimatkunstforschung aktualisiere ich meine Kenntnisse im Bereich des Datenschutzrechtes, insbesondere von personenbezogener Text- und Bildinhalten noch lebender oder kürzlich verstorbener Personen, regelmäßig. Die Datenschutzgrundverordnung von 2018 ist für Künstler, Heimatforscher und Kulturwissenschaftler wichtig, weil sie nicht nur das geistige Eigentum von Personen schützt, sondern auch deren Persönlichkeitsrechte im allgemeinen. Bei Veröffentlichungen müssen textliche und bildliche Darstellung von Personen - insbesondere minderjährigen-, Häusern, beweglicher Habe etc. von Personen/Besitzern selbst eine Einverständniserklärung abgeben. Das Datenschutzgesetz gilt nicht nur zu Lebzeiten der Personen/Besitzer, sondern bis zu 70 Jahre nach deren Ableben. Heimatkunst stellt eine Brücke zwischen dem Steuerzahler mit alltagskünstlerischen Kenntnissen und Kunstexperten mit komplizierten intellektuellen, von schriftlichen Überlieferungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen geprägten Kunstkenntnissen dar. In diesem Zusammenhang können ethnologisch-technische jedoch keine privat-familiären Strukturen faktisch anerkannt werden!

Berufspraktikum von 2005 bis 2009 mit einer Ausstellungsvorbereitung zur Ausstellung "Arthur Haseloff als Erforscher mittelalterlicher Buchmalerei" mit Veröffentlichung und Erstellung eines Ausstellungskataloges zum Thema mittelalterliche Buchmalerei.

15.07.2009 Magistra Artium, danach Promotionsbeginn, Erfolgreiche Doktorprüfung 30.01.2017

"Momme Nissen (1870-1943) Maler, Kunstkritiker und Netzwerker der niederdeutschen Heimatkunst" (ISBN 978-3-8300-9970-3) seit Mai 2018: Verlag Dr. Kovac in Hamburg

Ich arbeite seit 2009/2010 als Honorarkraft an verschiedenen Volkshochschulen in Schleswig-Holstein. Dort unterrichte ich freie Malerei im Bereich der Jugend-und Erwachsenenbildung. Für die Forschung und für die Wirtschaft stehe ich gerne auch als Onlinereferentin zur Verfügung.

Meine Doktorarbeit über "Momme Nissen (1870-1943) Kunstmaler, Kunstkritiker und Netzwerker der niederdeutschen Heimatmalerei"

Landgerichtsdirektor Wulf mit Beisitzern Dissertation

Kunstgeschichte in Nordfriesland: Auf den Spuren des Deezbüller Malers Momme Nissen

Karlsruhe Die Suche gestaltete sich langwierig: Über Jahre stöberte Dr. Katja Brockmöller auf den Spuren des Deezbüller Malers Momme Nissen (1870-1943) in Museen und Bibliotheken, suchte den Kontakt zu Nachfahren und startete vor sechs Jahren mit Hilfe unserer Zeitung auch einen Aufruf, um verschollene Werke des gebürtigen nordfriesischen Künstlers aufzuspüren. Denn die heute 55-jährige Kunsthistorikerin arbeitete im Rahmen ihrer Doktorarbeit an einer Katalogisierung des Gesamtwerks des im schweizerischen Graubünden verstorbenen Malers und Schriftstellers, dessen Onkel der Friesenmaler Carl Ludwig Jessen war. Fündig wurde sie bei ihrer Arbeit seinerzeit unter anderem in der Sammlung des Husumer Nordfriesland-Museum/Nissenhaus, in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek, wo Nissens schriftstellerischer Nachlass bewahrt wird, oder auch im Kölner Dominikaner-Kloster "Heilig Kreuz". Und der Leseraufruf förderte am Ende auch noch einmal zwölf neue Zeichnungen von Nissen, der zum Katholizismus konvertiert war und später in München lebte, zutage. Dank exzellenter Kontakte konnte er 1903 Papst Leo XIII. und 1910 auch Pius X. porträtieren. Während ausgedehnter Reisen durch Europa machte Nissen aber immer wieder auch in Niebüll-Deezbüll und Husum Station, so Katja Brockmöller. "Er hat eine typische europäische, niederdeutsche und friesische Geschichte", sagt sie. Auch eine sich bis dahin im Familienbesitz befindende, unveröffentlichte Monografie aus dem direkten Umfeld von Nissen half ihr bei dem Forschungsziel, ein umfassenderes Bild des auch über die Grenzen Schleswig-Holsteins wirkenden Künstlers zu erstellen und "mit den Bildern das Oeuvre des Malers für die Forschung neu zu erschließen". "Bis jetzt sind knapp 300 Arbeiten nachweisbar", sagt Katja Brockmöller, die ihre Spurensuche 2018 offiziell eigentlich abgeschlossen hat. Da etliche Nissen-Werke noch verschollen sind, geht sie aber weiterhin Hinweisen auf mögliche Originale nach. Und auch sonst lässt sie das Thema nicht los: In ihrem Fokus steht die erste Schleswiger Kunstausstellung im Jahr 1901, deren Ausstellungsleiter Momme Nissen gewesen sei. Dort wurden Künstler aus der Region präsentiert - "nur die besten Arbeiten", weiß sie. Das Buch "Momme Nissen (1870 - 1943): Maler, Kunstkritiker und Netzwerker der niederdeutschen Heimatmalerei" von Katja Brockmöller ist im Kovac Verlag, Hamburg, erschienen. Auf 554 Seiten enthält es eine Aufstellung aller bekannten Bilder und Veröffentlichungen von Nissen. Ein Artikel von Jörg von Berg vom 28. Dezember 2018

Als die Bildersuche begann: Nordfriesland. Momme Nissen war nicht nur einer der bekanntesten Maler Nordfrieslands, sondern auch der Neffe des Deezbüller Friesenmalers Carl Ludwig Jessen. Vor bald 70 Jahren ist Nissen verstorben. Sein Gesamtwerk war aber nie zusammengefasst worden. Doch daran wird gearbeitet. Seit zwei Jahren stellt sich Kunsthistorikerin Katja Brockmöller von der Christian-Albrechts-Universität Kiel diesem Mammutprojekt. Immer wieder kommt sie dafür auch nach Husum. Im Archiv des Nordsee-Museums stöbert sie, unterstützt von Projektleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers, nach Werken Nissens. Jetzt bittet Katja Brockmöller die Husumer um Hilfe: Wer hat Bilder oder Grafiken von Momme Nissen und kann so zu einem Bildband beitragen, den wir veröffentlichen wollen? Brockmöller glaubt, dass ältere Nordfriesen den einen oder anderen Nissen zu Hause haben könnten. Vielen ist es nicht geheuer, wenn ich direkt anfrage. Das Projekt Momme Nissen ist Teil ihrer Doktorarbeit und wird in Kiel von Prof. Dr. Christoph Jobst begleitet. Wir haben Anhaltspunkte für rund 120 Bilder und Grafiken Nissens - etwa 30 davon werden im Museum in Husum aufbewahrt, weiß die 49-Jährige. Der Deezbüller malte sein Friesland und dessen Menschen. Nissen durfte als Katholik - sein Ordensname bei den Dominkanern war Benedikt - aber auch die Päpste Pius X. und Leo XIII. porträtieren. Einige dieser Bilder sind in Besitz von Privatsammlern, vermutet Katja Brockmöller. Der Kölner Kardinal Fischer habe Momme Nissen die Möglichkeit verschafft, Papst Pius X. zu malen, erzählt die Kunsthistorikerin und zeigt uns eine Zeichnung mit dem Kardinal, dessen von Nissen gemaltes Bild wahrscheinlich verbrannt ist. Wer etwas zu dem Bildband beisteuern kann, sollte sich unter Telefon 04347/909964 melden.

Aus: Husumer Nachrichten vom 4. Oktober 2012, Wagner

3.Tabellarischer Lebenslauf

1970iger Jahre Ausbildung zur Fliesenmalerin
1979
Realschulabschluss in Kiel;
1979-80
Bürogehilfin ohne Ausbildungsperspektive; 1980-81 Bildungsreise zur Vorbereitung einer Ausbildung im Ausland mit dem Ziel als Traditionsmalerin zu arbeiten. (Durch meine Konfessionslosigkeit war dies letztlich jedoch nicht durchzusetzen); 1981 Fast 3-jährige Ausbildung zur Schriftsetzerin (Schriftzeichnen, Blei- und Fotosatz, Symbolkunde, Layout).- In Deutschland war dies ein Lehrberuf, der bis zur Digitalisierung das kulturelle aber auch das sozialistische Verständnis im Land mitprägte. Von der mittelalterlichen Schreibstube über Gutenbergs Buchdruck bis zum Handwerksberuf für Männer und Frauen schlug der Beruf die dringend benötigte Brücke zwischen Handwerk, Kunst und Geist. Es zeichnete sich für mich schon früh ab, dass dieser Beruf von der Digitalisierung assimiliert werden würde und bei einem radikalen Umbruch der gewachsenen Berufs- und Ausbbildungsstrukturen für Millionen Menschen zu einer versteckten "Berufsaberkennungen" führen würde.
1983-86
Bürogehilfin ohne Ausbildungsperspektive;
1986
Duale Ausbildung als staatlich examinierte Altenpflerin (Diakonie):1988 Staatliche Anerkennung. Bereits während der Ausbildung wurde ich mit auf grund der unhygienischen Zuständen in den Häusern mit Thypus infiziert. Trost spendeten mir gelernte Gesundheitsarbeiter aus dem In- und Ausland (Keine Flüchtinge!.) Seit 2015 haben Altenpfleger und Altenpflegerinnen die Aufgabe erhaten, (Wirtschafts-)Flüchtlingen mit und ohne Asylantenstatus als ungelernte Pflegekräfte an ihrer Seite zu akzeptieren. Hier kommt es verstärkt zu Konflikten, weil die eigentliche Arbeit mit den alten Menschen darunter leiden kann. Fördervereine für Flüchtlinge stehen in der Regel schon aus Prinzip den aufgekommenen Fragen des gelernten, examinierten Altenpflegepersonales nicht zur Verfügung.
1986-2004
Tätigkeit als staatlich examinierte Altenpflegerin in sozialwirtschaftlichen Betriebssystemen, die aus kostengründen Berufsabschlüsse in der Regel nicht voll anerkannten. Aufgrund diverser Infektionen , die ich durch die hygienischen Verhältnisse in den jeweiligen Häusern bekommen habe - Typhus, Hepatitis C , Ruhr... - habe ich keine Mühen und Kosten gescheut, um durch Fort- und Weiterbildungen eine erweiterte Tätigkeit (z.B. administrativ) in der Pflege zu bekommen. Jede weitere Infektionen wäre mein Tod gewesen. Doch wurden die Fachschulreife, Allgemeine Hochschulreife, kunsttherapeutische und kunstpädagogische Fortbildungen bisher leider von den sozialwirtschaftlichen Betriebsstrukturen in SH nicht als Zugewinn anerkannt! Bis in die Coronazeiten hinein haben sich z.B. esotherische und paramedizinische Vorstellungen rentiert. Es spiegelt sich hier oft ein ethnologisch-märchenhaftes Bild von einer Heilerin/Pflegerin wieder, die selbst nicht krank werden kann. Hier wäre ein Diskurs zwingend notwendig!
1992
Berufliche Schulen in der Gellertstrasse Kiel (nebenberuflich): Abschluss Fachhochschulreife Sozialwirtschaft;
1996-1999
Besuch des Städtischen Abendgymnasiums Kiel (nebenberuflich): 1999 Allgemeine Hochschulreife;
1. Kind
07.08.2001 Geburt meiner Tochter (Am selben Tag erreichte 1947 Thor Heyerdahl nach 101 Seetagen auf der Kon-Tiki das Tuamotu Archipel)

2. Kind
14.01.2005 Geburt meines Sohnes (Am selben Tag wurde der Kieler Friede 1814 abgeschlossen. Andere Familienangehörige waren an dem selben Tag geboren.)

2001-2009
Elternzeit und Hochschulstudium an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; (Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte und Archäologie);
2009-2018
Freiberufliche Tätigkeit als Honorarkraft an der VHS, Lehramtsstudium und Promotion Kunstgeschichte;
2018
Kunstwissenschaftlicher Durchbruch mit einer kunsthistorischen Promotion an der CAU-Kiel. Zu dieser Zeit starb meine erste Lehrerin (Fliesenmalerei), Frau Illa Blaue (Sylt) mit 99 Jahren.
2018
Gewerbe Neu!: Vertrieb von Kunst und Sammlerobjekten (Sammlerobjekte: Ansichtskarten, Orden, Marken, Dokumente, Sammlungen von Kleinkunst etc.. Honorarkraft als Kunstpädagogin an der VHS, Publikationsvorbereitungen für Kunst- und Kulturwissenschaftliche Projekte.
2020
Onlinemoderation Kunstkurse und Kunstgeschichte im Nebenerwerb.

4.Inspirationen

Durch meinen Mädchennamen "SKOP" (Sehen, Beobachten, Wahrnehmen, Wissen-(schaften)) inspiriert, bin ich rechtszeitig meinen künstlerisch-philosophischen Werdegang angetreten. An der Universität in Kiel konnte ich durch eingehende Lektüre kultureller, künstlerischer und kunstpädagogischer Medien feststellen, dass Traditionsmaler/innen in der BRD praktisch nur noch im Buch existieren. Die Nomenklatur der Bundesrepublik berücksichtig kaum ethnologische Strukturen in der Kunstausübung und unterscheidet sich in diesem Punkt nicht viel von der Kunstpraxis der ehemaligen DDR. Vielmehr werden ethnologische Strukturen ersetzt, durch einen neuen, allgemeingültigen Menschentypen, der allgemeingültige Kunst erschaffen kann. Doch hier gibt es bei genauerem Hinsehen Ungereimtheiten, die mich in meiner Themensuche oft beeinflussen.In diesem Zusammenhang gehe ich oft Vorstellungen von so genannten Kraftorten, den Megalithgräber, Steinkreise, Wächtersteine und Plätzen die Sonderformen während der Wachstumsperioden entwickeln. Eine weitere Quelle der Inspiration ist für mich immer wieder auch der aktuelle gesellschaftliche Diskurs. In diesem Punkt konzentriere ich mich nicht auf Politikerinnenpoträts sondern auf die Aus- und Umdeutung symbolischer Werte in der Gesellschaft, die von der Politik in Anspruch genommen wird. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die politische Vorderung von einer Erziehung zur Kultur. Erzieher oder Erzieherinnen in diesem Sinne sind aber nicht mit dem realen Lehrer oder der Lehrerin gleichzusetzten. Vielmehr sind sie Personifikationen solcher Ideen. Vielmehr versteht man darunter die Verkörperung der Paideuma (Volksseele), die einer unverbildeten Ordnung folgt und diese weitervermittelt. Um Unverbildete in ihren öffentlichen Ämtern zu legitimieren, wird vor allem vor den Wahlen, die gehobene Bildung offiziell - gerade nicht nur im Mainstream sondern in der gesamten Bildungslandschaft - als reines Prestigedenken abgelegt. Prestigedenken ist damit ganz bewusst negativ konnotiert worden. Aber benötigen die Anhänger solcher Ideen keine hochqualifizierten Menschen mehr, die größere Problem bewältigen können? Dies ist sicher dann der Fall, wenn eine unverbildete "Erzieherinn" wie Frau Heinold (Stellvertretende Ministerpräsidentin von SH und Kandidatin für das nächste Ministeramt in SH) den dringend benötigten Fachkräften symbolisch an die Seite gestellt wird. Als Realschülerin besuchte z. B. Frau Heinold eine Fachhochschule für Erziehung in SH und studierte nicht etwa als Abiturientin Politik, Gesellschaftswissenschaften oder Finanzwissenschaften. Historisch betrachtet haben Schriften wie "Rembrandt als Erzieher" den Begriff des Erziehers so ausgedehnt, dass ihm ein symbolischer Wert zuträglich wurde. Diese Ideen zogen Schriften, wie "Bismark als Erzieher" oder "Nietzsche als Erzieher" etc. nach sich. Nun besteht die berechtigte Frage, ob sich ähnliche Vorstellungen mit "Heinold als Erzieher(in)" erneut aufzeigen lassen?

Im Vergleich zur so genannten unverbildeteten regionalen Volksseele hat sich in Nordeuropa eine ganz andere, vom Volk ausgehende, Kultur und Bildungslandschaft herausgebildet. Die akademische Bevölkerungsschicht spiegelt die Volksseele wieder, indem sie dem so genannten einfachen Volksleben als Bereicherung und Veredelung an die Seite gestellt worden ist. Erst die Bildung überwindet Grenzen im Kopf. So inspirieren mich Menschen mit einem ungebrochenem Geist, die im Alter an die Universitäten gehen, um dort mit zu helfen, geistige Grenzen zu überwinden. Universitäten und Akademien sind unter Berücksichtigung bestimmter Regeln heute für "Alle" offen! Diesen Geist bildnerisch einzufangen, dafür bieten traditionell die Darstellungen von Auditorien Anregungen.

Meine Arbeit ist grundsätzlich vom alten Kunsthandwerk und vom philosophisch- naturwissenschaftlichen Denken inspiriert. In diesem Bereich hat das Bibliothekswesen der Universität Kiel einen wesentlichen Grundstein gelegt, von dem man heute profitieren kann. Da die schriftlichen Quellen in den Fachbibliotheken einer seriösen Selektion/Prüfung unterworfen werden, unterscheiden sie sich essentiell von den ungefilterten schriftlichen Einlassungen und Volksweisheiten in vielen digitalen Medien. Wissenschaftliche Abhandlungen über bildnerische Kultur, die es in die Fachbibliotheken geschafft haben, gibt es in den oben aufgeführten Sprachen. Die große Verführungskraft von Bildern wird dort von der Wissenschaft beschrieben. Die Wissenschaft warnt z. B. ausdrücklich vor zu viel Farbe und zu wenig Inhalt in der Malerei. Hier hat sich der Geist vergangener und aktueller Zeiten, in denen das Handwerk, die Kunstausübung, die Wissenschaften und die Sprachen zusammenwirken, in vielen Schriften konserviert worden. Bei den Menschen, die zwischen der Nord- und Ostsee, Skandinavien, dem europäischen Russland, sowie Österreich, der Schweiz und Norditalien leben, hat sich der Wunsch nach einer unabhängigen kulturellen Bildung jenseits radikaler und selbstdarstellerischen politischer Interessen entwickelt. "Gesprochene", "Alte" und "Wiederbelebte" Sprachen der von mir beschriebenen Regionen haben diese einzigartige Kulturlandschaft in Worte gefasst. Bis vor kurzem waren es die sieben Sprachen Altisländisch, Deutsch, Englisch, Norwegisch sowie Griechisch, Latein und Französisch, mit denen ich mich näher befasste. Nun sind zu dem Strauß noch Sprachen, wie Niederdeutsch, Friesisch und Russisch wichtig geworden. Ich gehöre mit diesen Sprachkenntnisse nicht der multikuturellen Gesellschaftsschicht an. Vielmehr sind es die Möglichkeiten, mit diesen Sprachen unterschiedliche Gefühlsebenen überwiegend innerhalb der nordeuropäischen und osteuropäischen Kultur erfahren zu können. Eine weiter Inspirationsquelle ist die traditionelle spirituelle Bildsprache in diesen Sprachräumen aber auch darüberhinaus, die versucht die Herzensbildung voranzutreiben.

5.Hobbys

Ich spiele seit meinem 10. Lebensjahr akustische Gitarre. Die Musik steht dabei selbstverständlich mit den anderen Künsten im Zusammenhang. Die Beschäftigung mit "Zigeunermusik" zog in diesem Zusammenhang auch eine Auseinandersetzung mit modernen Möglichkeiten eines Lebens zwischen einer vom Teritorium befreiten aber staatenlosen Gesellschaftsform und dem hierarchisch streng gegliederten Gesselschaftsformen in rudimentären, extrem rivalisierenden Großfamilien.