Bildergalerie

Neumünster 2016

"Fluchtpunkte in Neumünster 2016"

Tempera (Mineralpigmente, Glimmer, Muskovitschuppe)auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Der Begriff "Fluchtpunkte" wird -ursprünglich als perspektivischer Begriff in der bildenden Kunst verwendet - vom aktuellen gesellschaftlichen Diskurs aufgegriffen. Die Gouache greift in einer Rahmenhandlung Perspektiven der Brachenfelder Straße in Neumünster auf. Die im Bildvordergrund gezeigten drei weiblichen Figuren stellen die tradierten Künste Theater, Literatur und Musik dar. Die junge Frau mit einem Manuskript einer "Start-up" Anleitung in der Hand, weist hoffnungsvoll in eine ungewisse Zukunft, die sie sich gedanklich durch eine Selbstständigkeit erhofft. Während man die tradierten Künste früher als Ausdruck der Gesellschaftskultur sah, wurde die Subkultur, wie der Punk, als innerer Fluchtpunkt wahrgenommen. Die gesellschaftliche Anerkennung der früher als Subkultur bezeichneten Punkszene scheint hier überwunden zu sein, da der Mann auf der rechten Straßenseite dem Punker ein Angebot für den Holzgegenstand unter dessen Arm macht. Am Ende der Straße fokussiert sich die Szene auf ein silbernes Rechteck, das den Eintritt in die digitale Welt ermöglicht, welches aber ebenfalls als Fluchtpunkt vor der Realität wahrgenommen wird. Offen bleibt, ob die verschleierten Frauen in der Bildmitte gerade den Ort ihrer Wünsche erreicht haben, oder zu einem neuen Ziel aufbrechen. Einzig die Stare am Himmel verlassen die Szene - einem inneren Kompass folgend - unbeeinduckt.

CAU Kiel 2020

"Wissenswettstreit vor der kunsthistorischen Bibliothek Kiel"

Ei-Öl-Tempera auf Baumwoll/Lw., Dreieck 80 cm H, 90 cm B. Materialien: Blattgold, Oxide und deutsche Erden abgetönt mit Manganschwarz und Rutliweiß von Dr. Katja Brockmöller (Skop) März 2020

Auf dem Bild fordert eine junge Frau eine ältere Frau zum Wissenswettstreit - ein volkloristisches Ritual in dem es auch um ältere magische Kräfte geht - auf. Beide Frauen sind Kunsthistorikerinnen, denn sie stehen vor dem Eingang der kunsthistorischen Bibliothek. Die eine Frau hält der anderen die Tür auf, was auf eine Zusammenarbeit hinweist. Die junge Frau auf der linken Seite ist eine Christin. Sie trägt eine Kette mit einem Kruzifix um den Hals. Das graues Kopftuch mit der goldenen Bordüre links neben ihr mach deutlich, dass sie sich als Christin mit orientalischen Gebräuchen auseinanderzusetzten hat. Ihr gegenüber steht eine der lokalen weisen Frauen, die eine Brille um den Hals trägt. Die Brille steht für Leseweisheit und den Blick für das Schöne. Die große Keramik hinter dieser Figur versinnbildlicht das urgeschichtliche Wissen. Die größe Figur mit ihrer merkwürdigen nach oben sich öffnenden Handbewegung verrät uns, dass sie im Wettstreit die Siegerin ist.

CAU Kiel 2019

"Wer schützt uns? Straßenszene auf dem Westring Höhe des wirtschaftswissenschaftlichen und des kunsthistorischen Instituts Kiel"

Tempera auf Lw., 100 x 80 cm. Materialien: Ei, Essig und Oxide von Dr. Katja Brockmöller (Skop) 2019/20

Das Gemälde zeigt einen Straßenzug an der Kieler Universität. Rechts sieht man hinter den rot und gelb belaubten Bäumen hindurch die sehr einfache Architektur der Institute der Wirtschaftswissenschaften und der Kunstgeschichte. Auf dem Weg unterhalten sich in der Ferne zwei Universitätsprofessoren, während im Vordergrund zwei Personen mit kunsthistorisch wertvollen Plastiken die Straße beleben. Bei der linken Porträtplastik handelt es sich um einen antiken griechischen Wagenlenker, bei der rechten Plastik um eine Porträtplastik des germanischen Wächters der Götterwelt, Heimdall. Wie der Rabe im Himmel tragen die menschlichen Figuren dunkle Kleidung. Die linke Figur steckt die Hand mahnend dem Betrachter entgegen. Sie bückt sich nach einem herunterfallenden Buch mit einem roten, blutfarbigen Fleck. Die rechte Straßenseite mit Sozialwohnungen, wird durch einen Grünstreifen durchbrochen. Auf dem Grünstreifen befinden sich Personen. Eine Frau trägt grüne Bücher; eine andere Frau reicht ihr ein weißes Buch. Symbolisch stehen die Bücher für amtliche Grün- und Weißbücher zu gesellschaftspolitischen Themen. Trotz der naturnahen Idylle geht von der Straße eine Gefahr aus. Ein Motorrad mit zwei Männern, die Helme nach dem Vorbild von Heimdalls Kappe tragen, fahren nicht auf der Straße, sondern auf dem Fahrradweg. Ein weiteres Symbol für eine vergangene Gefahr ist das kleine Gedenkkreuz auf dem Grünstreifen auf Höhe des Motorrades.

 UB Kiel

"Gedanke und Gedächtnis - Universität Kiel" Studie, Gemälde vorb. f. Holztischplatte

Öltempera, 100 x 100 cm, Mineralien, Blatt-/Muschelsilber,Glimmer/Muschelkalk.

Dr. K.Brockmöller (SKOP) März 2017

 Polarforscher

"Wilhelm Filchner als Polarforscher" Aquarell auf Karton von Dr. Katja Brockmöller 2020

Sepia (echte Tintenfischtinte) Indigo, Mädelsüß, Wallnuss, Krappröte.

Wilhelm Filchner (1877-1957) war ein deutscher Polar- und Tibetforscher, der es mit seinen narrativen Expeditionsbeschreibungen vermochte, ganze Generationen mit an seinen Forschungen teilnehmen zu lassen, ohne dabei den wissenschaftlichen Kern seiner Arbeit zu vernachlässigen. Das Porträt zeigt Filchner als reifen Mann, hinter dem die Erinnerungen an seine Spitzbergenexpedition aus jüngeren Jahren wach zu werden scheinen. In seinem Buch "Quer durch Spitzbergen" aus dem Jahr 1911 schreibt er: Es ist erst wenige Jahre her, daß man in Spitzbergen Kohlelager fand, deren Abbau lohnenswert erschien. Nachdem gelegentlich von norwegischen Robbenfängern, die in diese inneren Buch hineinkamen, geringe Mengen der Kohle nach Norwegen gebracht worden waren und sie sich als sehr brauchbar erwiesen hatten, fanden sich bald unternehmenslustige Gesellschaften, welche die Ausbeutung größeren Stils betreiben wollten." (S. 124) Da Filchner einen Teil seiner Arbeitszeit während des Nationalsozialismus absolvieren musste, setzt seine Reaktion, nämlich nicht in die NSDAP einzutreten und während dieser schweren Zeit sich ins Ausland zu begeben, Impulse für spätere Generationen frei. So wurde nach 1945 insbesondere bei jungen Leuten viel darüber diskutiert, ob jeder Mensch Deutschland hätte verlassen können, wenn ihm die NS-Politik im eigenen Land nicht gefallen hatte. Als im Sommer 2020 die Wilhelm Filchner-Gesamtschule in die Walter Lübke-Schule umbenannt wurde, wussten viele der Lehrer, Schüler und Eltern dies offensichtlich nicht mehr. Dass konnte man aus dem Elternaufsatz "Unsere Schule im Wandel" von Marcus von der Straten hergeleiten. Bei Lübke handelt es sich um den kütulich ermordeten CDU-Politiker. Erschossen wurde er, weil er 2015 bei einer Veranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung sinngemäß sagte, dass es jedem frei stünde, das Land Deutschland zu verlassen, wenn er die von seiner Partei aufgestellte Flüchtlingspolitik, die er umwertete und allgemein als deutsche Werte bezeichnete, nicht akzeptieren könne. Namensgebungen an Schulen liegen oftmlals außerhalb der Pädagogik, der Wissenschaft und der christlichen Wissenschaft. Wilhelm Filchner in der heutigen Wissenschaft ein Polarforscher, der seine Forschung nicht nur auf reine Messergebnisse aufbaute. In Spitzbergen hinterließ er einige Andenken aus dem Bereich der Polarforschung, die Container der von Ihm gegründeten Filchner-Station einer späteren Südpoleypedition Jahre befinden sich heute im Inneren der Antarktis.

Europa 2020

"Europa 2020 - mit den Segelboten "Gute Ernte" und "Wohlstand" im Hafen des Ruderclubs Wiking in Kiel"

Eil-Öl-Tempera auf mit Gesso behandelter grober Postsackleinwand, 80 x 100 cm, Februar 2020. Deutsche, Österreich-Ungarische und Griechische Erden und Oxide, Dr. Katja Brockmöller

Bernsteinküste

"Der brennende Bernstein am Fuße des Eridanos"

Tempera auf Lw.,rund, Durchmesser 100 cm

Material: Muschelkalk, Glimmer, Quarz, polnische, deutsche, russische Erde, Perlmutter, Bernsteinlack, natürliche und halbsynthetische mineralische Pigmente, K. Brockmöller (SKOP) 2019

Einst schlängelte sich ein Fluss, den die alten Griechen den Eridanos nannten, durch die Haine des Nordlandes. (vgl. D. Johann Gottfried Hasse (Consistorial, Rath und Professor zu Königsberg): Der aufgefundene Eridonos oder neue Aufschlüsse über den Ursprung, die Zeit der Entstehung, das Vaterland und die Geschichte des Bernsteins nach griechischen und römischen Schriftstellern, Riga 1796.) Der Fluss transportierte so viel Bernstein, dass die dort lebenden Völker ihn als Brennmaterial verwendeten. Als der Fluss wegen des Schmelzwassers der Eiszeit anschwoll, bildete sich die Ostsee, welche einen Durchbruch zur Nordsee erlangt hat und die als größtes Brackwassermeer der Welt vor uns liegt. Von der Antike bis zur Neuzeit nutzten die Menschen an der jungen Küste den weiterhin angespülten Bernstein (Die alten Griechen nennen ihn Elektro(n), die Römer Succinum) nicht nur als Brennmaterial, sondern auch als Schiffsisolierung und Holzlack/-firniss. Es war bekannt, dass er sich elektrisch aufladen läßt, weshalb man 1897 das uns bekannte Elementarteilchen "Elektron" danach benannte. Die "Kraft (der) Natur" entstandene Ostsee oder baltische See, wurde mit dem Sternenbild des Eridanos in Verbindung gebracht. Das Gewässer und seine dort lebenden Völker wurden von vielen Gelehrten als kulturelle Einheit definiert. Auf diesem Gemälde wendet sich ein Kind, das gerade erst laufen gelernt hat, vertrauensvoll einem Jungen zu, der kurz vor der Adoleszenz steht. Er hat zur Freude des Kleinen ein Feuer mit Bernsteinen angezündet. Beide Jungen halten ein Stück des "Baumgoldes" in den Händen. Vereint werden sie durch das Feuer. Eine ganz andere Verbindung der Figuren führt unmittelbar in die blau-grüne See. Die zuwendende Geste des Kleinkindes, führt zum älteren Jungen hin. Diese Linie wird weitergeführt, denn das Fußgelenk des jungen Mannes wird von einer Alge umschlungen, die den Blick des Betrachters zur Küste und in die Tiefe des Gewässers mit dem sich am Grunde befindenden Flussbettes lenkt.

Fregatte Schleswig Holstein 3 Okt 19 in Kiel

"Asen - mythologische Projektion"

Temp./Lw., Mineralien, Blattgold, Silberpuder (sogn. Sternenstaub), Kupfer (metallisch, Grün, Blau), 100/60 cm

Dr.phil Katja Brockmöller (SKOP) 2019

 Myihologische Interpretation

"Laboe"

Tempera auf Lw.,Oval, Durchmesser 100 cm

Material: Drachenblut, Atramentum, Muschelkalk, Perlmutter, Quarz, Malachit, natürliche und halbsynthetische mineralische Pigmente

Die Geheimnisse um Licht und Farbe haben in den bildenden Künsten ihren Ausdruck unter anderem im "Regenbogen" gefunden. Die Darstellung des Regenbogens auf diesem Gemälde mit dem Kriegerehrenmal in Laboe (Schleswig-Holstein) bezieht sich auf die nordische Mythologie (Heimdalls Regenbogenbrücke). Die sich in der Mitte befindende humanoide Gemeinschaft wurde aus vier Frauen und vier Männern, die sich mit dem Regenbogen befassen, gebildet. Die Frauen erzeugen Regenbogenfarben durch Seifenblasen. Die vierte Frau trägt, wie die zwei hinteren Männer, ein Schiffchen auf dem Kopf. Sie bezeugt damit ihre Zugehörigkeit zur Kriegerkaste. Die beiden hinteren Männer haben ihren Weg zum Kriegerdenkmal (Laboer Ehrenmal unterhalb des Regenbogens) eingeschlagen. Die zwei Männer im Vordergrund diskutieren über die Form des Regenbogens, der sich nicht mit Ihren Berechnungen deckt. In diesem Gemälde steht neben dem soziologischen Aspekt (Gemeinschaftssinn) des Mythos auch die physikalische Farberzeugung durch Wellen, Quanten und "Elektronenwanderungen" im Zentrum. Als Beispiel seien hier die farbigen Lichter genannt, die durch Elementarteilchen unterschiedlicher Erden freigegeben werden können. Es handelt sich um expressive Regenbogenfarben, die die Bildschirmtechnik für sich nutzt. So kann Europium, z. B. in Kampfszenen (vgl. Game of Thrones) das Blut blutrot leuchten lassen. Die Farben aus Europium sind dem Licht näher verwandt als die materialbasierten Pigmente oder die Licht brechende Seifenlauge. Freiwerdende Energie leuchtet buchstäblich aus sich selbst heraus. Doch hat nicht Rembrandts Goldhelm eine vergleichbare Leuchtkraft; so ein inneres Leuchten? Um die Vorteile der klassischen Farben, also die Wellenlängen absorbierenden Pigmente und Oberflächen, hier ins Bewusstsein zu rücken, wurde für die rotfarbenen Malereien ganz bewusst ein rotes Harz verwendet - das sogenannte Drachenblut. Es ist ein natürliches "Baumblut" und besitzt haptische Eigenschaften und Geruchsstoffe, wie wir sie auch vom fossilen Harz her kennen. Ein natürlicher Farbton wie dieser errregt die naturgegebenen Instinkte mit allen Sinnen und kann deshalb für die Kriegerkaste mehr als nur eine Illussion schaffen.

Ankunft der Musiker

"Ankunft der Musiker am Liegeplatz des Kreuzfahrers "Mein Schiff" im Kieler Hafen"

Mineralfarben und Metallfarben, Katja Brockmöller 2019

Kieler Hafen

"Mein Schiff im Kieler Hafen"

Mineralfarben und Keide aus Rügen auf einer Unterzeichnung mit Industriefarben, Katja Brockmöller 2017

 Flucht über die Ostsee 1945

"Die Cap Arcona vom Haff kommend"

Tempera auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Material: Kreide aus Rügen, mineralische Pigmente, Blattsilber mit Seife und Knochenleim und Pigment bemalt

Ostseekinder

"Ostseekinder"

Tempera auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Material: mineralische Pigmente, Sepia, Meerschaumpulver, Blattsilber und Muskovit-Fischschuppen

studie

"Ostsee Meermenschen" (Studie 2016)"

Tempera auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Material: mineralische Pigmente

studie

"The voyage of the "Shade of pale"

Oel auf Lw.,Durchmesser 40 cm

Material: mineralische und chemische Pigmente

Stena fahrt

"Ostseefahrt"

Oel auf Lw.,Durchmesser 40 cm

Material: mineralische und chemische Pigmente

Katja Brockmoeller 2013

Laboe

"Kiten auf der Ostsee"

Aquarellfarben aus Indigo, Reseda, Blaukraut, Rote Beete, Sepia angemischt mit Gummi Arabikum und Honig

Katja Brockmoeller 2013

Naturfarben und Religion!

Kiel Dietrichsdorf

"Die Poseidon als Symbol der protestantischen Nächstenliebe"

Aquarell auf 2 mm dickem Aquarellkarton; Pflanzenfarbstoffe aus Algen und deutschen Kulturpflanzen sowie Pigmente aus Mineralien. Deckweis aus Rutli. Das Bindemittel ist Gummi Arabikum und Kirschgummi sowie Honig, Wasser. Dr. Katja Brockmöller (SKOP) 2019/2020

Das Aquarell zeigt das Auslaufen des ehemaligen Forschungsschiffes Poseidon im Heimathafen Kiel-Dietrichsdorf. Gemalt wurde das Bild 2019 vor dem Auslaufen des Schiffes in die Ägäis, dem so genannten Mittelmeer. Das Schiff wurde von der evangelischen Kirche den Kieler Behörden abgekauft. Mit dem ehemaligen Forschungsschiff nimmt das Boot in Seenot geratene Flüchtlinge aus dem Mittelmeer auftragsmäßig an Bord. Damit glaubt die protestantische Kirche offensichtlich, ein Symbol der protestantische Nächstenliebe geschaffen zu haben. Dass es sich hier - vor allem im ökumenischen Sinn - um eine fragwürdige Aktion handelt, wird in dieser Szene anhand des kleineren Forschungsschiffes Littorina, welches paralell zur Poseidon den Kieler Hafen verlässt, angedeutet. Das Forschungsschiff Littorina untersucht die natürlichen (im christlichen Sinne von Gott geschaffenen Dinge) als auch die vom Menschen gemachten (im wissenschfatlichen Sinne die Eingriffe des Menschen in Umwelt und Gesellschaft) Gegebenheiten der Ostsee. Da die Littorina zuvor mit der Poseidon auf der Ostsee Meeresforschung betrieb, stellt sich nun die Frage, ob die protestantische Kirche durch die Umfunktionierung eines, nach dem heidnischen, altgriechischen Gott Poseidon benannten Forschungsschiffes, wissenschaftliches arbeiten übertrumpfen möchte. Auch dem Christen selbst bleibt sie eine theolische Erklärung schuldig, nämlich warum die Flüchtlingskrise von Gott gewollt sein könnte? In diesem Bild sind nach eigenem Ermessen deshalb nicht auf der Poseidon, sondern auf der Littorina weisse Flaggen als Symbol des Friedens gehisst.

Seenorrettung

"Der heilige Nicolaus als Seenotretter"

Diese Darstellung des Heiligen Nicolaus steht im Kontext des Streites zwischen der Wissenschaft und der orthodoxen Kirche. Die Gebeine des Heiligen wurden exhumiert, um das wahre Antlitz zu rekonstruieren. Die hier gezeigte Physiognomie lehnt sich an die digitale Rekonstruktion der russischen Wissenschaft an, deren Rekonstruktionsgrundlage 2014 überwiegend Reliquien des Heiligen waren. Sie berücksichtigt auch die in den 50iger Jahren entstandenen Zeichnungen von Luigi Martino (Bari, Italien). Martino nutzte die von den Italienern nach Italien verbrachten Gebeine für seine Gesichtsrekonstruktion. Die weitverbreitete digitale Rekonstruktion der forensischen Untersuchungen der Liverpool university (vgl. Caroline Wilkinson) wurde hier, wegen ihrer Nähe zu standardisierten Gesichtsrekonstruktionen prähistorischer Schädelfunde, nicht berücksichtigt.

Ikonenmalerei: Erdfarben, Shungit, Koralle, Eisenoxid sowie Blattgold (ohne Firniss)

Katja Brockmoeller 2018

Verteidigung

"Der heilige Demetrios"

Ikonenmalerei aus Erdfarben, Thulit sowie Blattgold und Blattsilber (noch ohne Firniss)

Katja Brockmoeller 2018

Engel

"Engel nach russischem Vorbild"

Eitempera mit Oxiden und Krappwurzel auf Kirschholz. Dr. Katja Brockmöller (SKOP) 2020

Bei diesem Engel weist die fehlende Inschrift und der architekturlose Hintergrund darauf hin, dass es nicht deutlich ist, von wo er kommt und wohin er geht. Meine restitutive Kunstmalerei, wie an dieser Ikone gezeigt werden soll, versucht, die im Laufe der Jahrhunderte verlorengegangenen aber auch übersehenen Möglichkeiten der Bildproduktion und Bildkommunikation freizulegen. Im Onlinebereich deutet die Arbeitsgruppe "Monoskop" wage auf die sogenannten Reste der Kunstwissenschaft hin.

Erdfarben treffen bei Landschaftsdarstellungen häufig den richtigen Ton!

Erdfarben

"Begräbniswaldes an der Steilküste in Eckernförde, Andachtslichtung"

Tondobild oval, Eitempera auf Malkarton

Material: Böhmische Grüne Erde, Lausitzer Ocker, Schlesische Erde, Rutli aus den Regionen im Sternbild des Eridanos, Polnischer Ocker, Deutscher Ocker, Oxide der Ostseeregionen

Katja Brockmoeller 2020

Erdfarben

"Herbstwald"

Fischleimtempera auf Lw., 79 x 120 cm

Material: Erdfarben, mineralische Pigmente, Pflanzenfarben

Katja Brockmoeller 2012

Vorfrühling

"Vorfruehling"

Oel auf Lw., 79 x 120 cm

Material: Erdfarben, mineralische Pigmente, Glaspigmente

Katja Brockmoeller 2012

Aquarelle aus Mineralfarben und Pflanzenfarben

Kinderportait

Jugendbild eines Mädchens

Aquarellfarben aus Erden und Pflanzen, Katja Brockmöller 2013

Endlich 50

"Endlich 50 Jahre alt!"

Aquarellfarben aus Erden und Pflanzen, Katja Brockmöller 2013

Rapsölfarben aus Erden, Kreide, Steinen, Kohle (...)

Sommer

"Sommer""

Öl auf Lw., Erden, Steine, halbsynthetische Mineralfarben, Katja Brockmöller 2010

Kinderportait

"Junge im Rapsfeld"

Öl auf Lw., 79 x 120 cm

Material: mineralische und halbsynthetische Pigmente

Katja Brockmoeller 2012

Schnee

"Kinder im Schnee"

Öl auf Karton, Mineralfarben, Erde, Kreide, Steine, Katja Brockmöller 2010

Fabrikfarben

Warft

"Der Blick von der Warft Noldes"

synthetische Aquarellfarben auf Reispapier; Katja Brockmöller 2019

Krieg und Friede

"Baby auf einer roten Decke"

synthetische Farben aus Primärfarben angemischt, 2001

Segelschulschiff

"Segelschulschiff Gorch Fock"

synthetische Farben aus Primärfarben angemischt

Pleinairmalerei mit und ohne Naturfarben!

Sondervig

"Nordatlantikwall bei Sondervig - Njörd mit Söhnchen gesichtet!"

Tondobild auf Leinwand, Ei-Tempera mit gemahlenen Glimmerschuppen, mineralischen Pigmenten und Kupferdesideraten. Dr. Katja Brockmöller 2020

Dieses Bild zeigt die Überreste eines Verteidigungswalles. Die Festungsbauten bestehen aus komplizierten meist überirdischen Bunkern, die sich entlang der Nordseeküste bis hin zum Atlantik erstrecken. Der Antlantikwall entstand im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Anleitung. Er repräsentierte die Stärke einer nordisch-germanischen Kultur, die eigenständig neben der christlichen Kultur wahrgenommen werden wollte. So ist die nordisch-germanische Kulturideologie nicht, wie die von Sigmund Freud, eine Triebtheorie. Nordische Kulturtheorien beabsichtigen erhabene Gefühle moralisch aufzuwerten, indem sie diese über den Sexualtrieb stellen. In seiner Kulturtheorie stellt sich Freud gegen diese Methode und baute seine eigentümliche Kulturtheorie so auf, als würde der Sexualtrieb des Menschen im Zentrum der Kultur stehen. Wie Freud dies zu einer Kulturtheorie überhaupt umformen konnte, ist auch in Anbetracht dessen, dass er ledigich eine kleine Doktorarbeit über das Sexualleben der Aale geschrieben hatte, nicht mehr vermittelbar. Die heute als Multikultur beschriebene Kulturideologie einiger Zeitgenossen geht sogar noch einen Schritt weiter als Freud und wirft deshalb Fragen der Vermittelbarkeit auf. Sie entgrenzt die menschliche Triebhaftigkeit vollens und bezeichnet dieses als Diversitäten. Der Begriff Kultur ist Suffix so genannter Künste. Anders als die Multikultur ist die nordische Kultur keine Artistenkultur, die sich von Diversen umformen lässt. Triebhaftigkeit ist für sie nur ein Teilphänomen des Miteinanders unter kulturellen Aspekten. Die Analyse kulturell tradierter Geschlechterrollen ist bei ihr vor allem kein Pänomen der schönen Künste. So wird es verständlicher, dass der Bunkerabschnitt in Sondervig, der kein Objekt der schönen Künste ist, dennoch die nordisch-germanische Kulturideologie ästhetisch erfahrbar machen kann. Die Bunker wurden von den einheimischen dänischen Behörden nach dem Zweiten Weltkrieg nicht gesprengt, auch wenn dies viele forderten. Heute ist der Wall ein begehbares Denkmal, das zum Nachdenken anregen soll. An diesem Ort erinnert man sich häufig einer Tugend, die zwischen sóphran und agathós liegt. Diese Tugend wird von den Menschen auf der Kimbrischen Halbinsel (lat. chersonesus cimbrica) mit der Wasser-Rune Laguz in Verbindung gebracht. Mit der Vorstellung soll eine methaphysische Grenze zum Schutz vor Feigheit, Verrat und Unflexibilität gezogen werden. Der Bildinhalt, der sich ganz bewusst erst auf den zweiten Blick erkennen lässt, ist nicht in freier Interpretation zu erschließen: Während sich der Wind den Weg durch die Dünen des Haffs bahnt, wird der Blick des Betrachters auf die Überreste des Atlantikwalls freigelegt. Nachdem sich die reine Landschaftsdarstellung vor dem Auge ausbreiten konnte, werden schließlich zwei einsame junge Männer auf dem vordersten Bunker mit dem Auge fassbar. Sie blicke zum Ufer der Nordsee. Am Ufer zeigt sich ein seltener aber gerne gesehener Gast. Es ist der riesenhafte Wassergott Njörd, der mit seinem Söhnchen die Gestade Dänemarks erreicht hat. Die beiden Gestalten scheinen durch ihre Farbgebung optisch mit dem Hintergrund verschmolzen zu sein. Die konturenarmen Gestalten sind zugleich innig mit der Natur verbunden. Njörd und sein Söhnchen verkörpern in diesem Zusammenhang die Innigkeit zwischen Vater und Sohn.

Hvide Sande

"Hvide Sande"

Industriefarbe mit Salzwasser, Katja Brockmöller 2013