Bildergalerie

Neumünster 2016

"Fluchtpunkte in Neumünster 2016"

Tempera (Mineralpigmente, Glimmer, Muskovitschuppe)auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Der Begriff "Fluchtpunkte" wird -ursprünglich als perspektivischer Begriff in der bildenden Kunst verwendet - vom aktuellen gesellschaftlichen Diskurs aufgegriffen. Die Gouache greift in einer Rahmenhandlung Perspektiven der Brachenfelder Straße in Neumünster auf. Die im Bildvordergrund gezeigten drei weiblichen Figuren stellen die tradierten Künste Theater, Literatur und Musik dar. Die junge Frau mit einem Manuskript einer "Start-up" Anleitung in der Hand, weist hoffnungsvoll in eine ungewisse Zukunft, die sie sich gedanklich durch eine Selbstständigkeit erhofft. Während man die tradierten Künste früher als Ausdruck der Gesellschaftskultur sah, wurde die Subkultur, wie der Punk, als innerer Fluchtpunkt wahrgenommen. Die gesellschaftliche Anerkennung der früher als Subkultur bezeichneten Punkszene scheint hier überwunden zu sein, da der Mann auf der rechten Straßenseite dem Punker ein Angebot für den Holzgegenstand unter dessen Arm macht. Am Ende der Straße fokussiert sich die Szene auf ein silbernes Rechteck, das den Eintritt in die digitale Welt ermöglicht, welches aber ebenfalls als Fluchtpunkt vor der Realität wahrgenommen wird. Offen bleibt, ob die verschleierten Frauen in der Bildmitte gerade den Ort ihrer Wünsche erreicht haben, oder zu einem neuen Ziel aufbrechen. Einzig die Stare am Himmel verlassen die Szene - einem inneren Kompass folgend - unbeeinduckt.

CAU Kiel 2019

"Wer schützt uns? Straßenszene auf dem Westring Höhe des wirtschaftswissenschaftlichen und des kunsthistorischen Instituts Kiel"

Tempera auf Lw., 100 x 80 cm. Materialien: Ei, Essig und Oxide von Dr. Katja Brockmöller (Skop) 2019/20

Das Gemälde zeigt einen Straßenzug an der Kieler Universität. Rechts sieht man hinter den rot und gelb belaubten Bäumen hindurch die sehr einfache Architektur der Institute der Wirtschaftswissenschaften und der Kunstgeschichte. Auf dem Weg unterhalten sich in der Ferne zwei Universitätsprofessoren, während im Vordergrund zwei Personen mit kunsthistorisch wertvollen Plastiken die Straße beleben. Bei der linken Porträtplastik handelt es sich um einen antiken griechischen Wagenlenker, bei der rechten Plastik um eine Porträtplastik des germanischen Wächters der Götterwelt, Heimdall. Wie der Rabe im Himmel tragen die menschlichen Figuren dunkle Kleidung. Die linke Figur steckt die Hand mahnend dem Betrachter entgegen. Sie bückt sich nach einem herunterfallenden Buch mit einem roten, blutfarbigen Fleck. Die rechte Straßenseite mit Sozialwohnungen, wird durch einen Grünstreifen durchbrochen. Auf dem Grünstreifen befinden sich Personen. Eine Frau trägt grüne Bücher; eine andere Frau reicht ihr ein weißes Buch. Symbolisch stehen die Bücher für amtliche Grün- und Weißbücher zu gesellschaftspolitischen Themen. Trotz der naturnahen Idylle geht von der Straße eine Gefahr aus. Ein Motorrad mit zwei Männern, die Helme nach dem Vorbild von Heimdalls Kappe tragen, fahren nicht auf der Straße, sondern auf dem Fahrradweg. Ein weiteres Symbol für eine vergangene Gefahr ist das kleine Gedenkkreuz auf dem Grünstreifen auf Höhe des Motorrades.

Europa 2020

"Europa 2020 - mit den Segelboten "Gute Ernte" und "Wohlstand" im Hafen des Ruderclubs Wiking in Kiel"

Eil-Öl-Tempera auf mit Gesso behandelter grober Postsackleinwand, 80 x 100 cm, Februar 2020. Deutsche, Österreich-Ungarische und Griechische Erden und Oxide, Dr. Katja Brockmöller

Bernsteinküste

"Der brennende Bernstein am Fuße des Eridanos"

Tempera auf Lw.,rund, Durchmesser 100 cm

Material: Muschelkalk, Glimmer, Quarz, polnische, deutsche, russische Erde, Perlmutter, Bernsteinlack, natürliche und halbsynthetische mineralische Pigmente, K. Brockmöller (SKOP) 2019

Einst schlängelte sich ein Fluss, den die alten Griechen den Eridanos nannten, durch die Haine des Nordlandes. (vgl. D. Johann Gottfried Hasse (Consistorial, Rath und Professor zu Königsberg): Der aufgefundene Eridonos oder neue Aufschlüsse über den Ursprung, die Zeit der Entstehung, das Vaterland und die Geschichte des Bernsteins nach griechischen und römischen Schriftstellern, Riga 1796.) Der Fluss transportierte so viel Bernstein, dass die dort lebenden Völker ihn als Brennmaterial verwendeten. Als der Fluss wegen des Schmelzwassers der Eiszeit anschwoll, bildete sich die Ostsee, welche einen Durchbruch zur Nordsee erlangt hat und die als größtes Brackwassermeer der Welt vor uns liegt. Von der Antike bis zur Neuzeit nutzten die Menschen an der jungen Küste den weiterhin angespülten Bernstein (Die alten Griechen nennen ihn Elektro(n), die Römer Succinum) nicht nur als Brennmaterial, sondern auch als Schiffsisolierung und Holzlack/-firniss. Es war bekannt, dass er sich elektrisch aufladen läßt, weshalb man 1897 das uns bekannte Elementarteilchen "Elektron" danach benannte. Die "Kraft (der) Natur" entstandene Ostsee oder baltische See, wurde mit dem Sternenbild des Eridanos in Verbindung gebracht. Das Gewässer und seine dort lebenden Völker wurden von vielen Gelehrten als kulturelle Einheit definiert. Auf diesem Gemälde wendet sich ein Kind, das gerade erst laufen gelernt hat, vertrauensvoll einem Jungen zu, der kurz vor der Adoleszenz steht. Er hat zur Freude des Kleinen ein Feuer mit Bernsteinen angezündet. Beide Jungen halten ein Stück des "Baumgoldes" in den Händen. Vereint werden sie durch das Feuer. Eine ganz andere Verbindung der Figuren führt unmittelbar in die blau-grüne See. Die zuwendende Geste des Kleinkindes, führt zum älteren Jungen hin. Diese Linie wird weitergeführt, denn das Fußgelenk des jungen Mannes wird von einer Alge umschlungen, die den Blick des Betrachters zur Küste und in die Tiefe des Gewässers mit dem sich am Grunde befindenden Flussbettes lenkt.

Fregatte Schleswig Holstein 3 Okt 19 in Kiel

"Asen - mythologische Projektion"

Temp./Lw., Mineralien, Blattgold, Silberpuder (sogn. Sternenstaub), Kupfer (metallisch, Grün, Blau), 100/60 cm

Dr.phil Katja Brockmöller 2019

 Myihologische Interpretation

"Laboe"

Tempera auf Lw.,Oval, Durchmesser 100 cm

Material: Drachenblut, Atramentum, Muschelkalk, Perlmutter, Quarz, Malachit, natürliche und halbsynthetische mineralische Pigmente

Die Geheimnisse um Licht und Farbe haben in den bildenden Künsten ihren Ausdruck unter anderem im "Regenbogen" gefunden. Die Darstellung des Regenbogens auf diesem Gemälde mit dem Kriegerehrenmal in Laboe (Schleswig-Holstein) bezieht sich auf die nordische Mythologie (Heimdalls Regenbogenbrücke). Die sich in der Mitte befindende humanoide Gemeinschaft wurde aus vier Frauen und vier Männern, die sich mit dem Regenbogen befassen, gebildet. Die Frauen erzeugen Regenbogenfarben durch Seifenblasen. Die vierte Frau trägt, wie die zwei hinteren Männer, ein Schiffchen auf dem Kopf. Sie bezeugt damit ihre Zugehörigkeit zur Kriegerkaste. Die beiden hinteren Männer haben ihren Weg zum Kriegerdenkmal (Laboer Ehrenmal unterhalb des Regenbogens) eingeschlagen. Die zwei Männer im Vordergrund diskutieren über die Form des Regenbogens, der sich nicht mit Ihren Berechnungen deckt. In diesem Gemälde steht aber nicht nur der soziologische Aspekt (Gemeinschaftssinn) des Mythos im Zentrum, sondern auch die physikalische Farberzeugung. In der modernen Bildschirmtechnik lässt Europium z. B. bei den Kampfszenen (vgl. Game of Thrones) das Blut blutrot leuchten.(Vgl. Farbgewinnung durch Elementarteilchen unterschiedlicher Erden.) Die Farben der Bildschirmtechnik ist dem Licht näher verwandt als der klassischen Farbe. Um die Vorteile der klassischen Farbgebung ins Bewusstsein zu rücken, wurde für die Darstellung der blutroten Farbe in dem Gemälde ganz bewusst ein Harz verwendet - das sogenannte Drachenblut. Dieses Harz ist entgegen der roten Lichtfärbung am Bildschirm eine Materie. Es absorbiert Licht und wandelt es um. Die Geruchsstoffe des Drachenblutes schlagen eine Brücke zu den naturgegebenen Instinkten, die im Kampfgeschehen normalerweise überlebenswichtig waren und sind.

Ankunft der Musiker

"Ankunft der Musiker am Liegeplatz des Kreuzfahrers "Mein Schiff" im Kieler Hafen"

Mineralfarben und Metallfarben, Katja Brockmöller 2019

Kieler Hafen

"Mein Schiff im Kieler Hafen"

Mineralfarben und Keide aus Rügen auf einer Unterzeichnung mit Industriefarben, Katja Brockmöller 2017

 Flucht über die Ostsee 1945

"Die Cap Arcona vom Haff kommend"

Tempera auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Material: Kreide aus Rügen, mineralische Pigmente, Blattsilber mit Seife und Knochenleim und Pigment bemalt

Ostseekinder

"Ostseekinder"

Tempera auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Material: mineralische Pigmente, Sepia, Meerschaumpulver, Blattsilber und Muskovit-Fischschuppen

studie

"Ostsee Meermenschen" (Studie 2016)"

Tempera auf Lw.,Durchmesser 100 cm

Material: mineralische Pigmente

studie

"The voyage of the "Shade of pale"

Oel auf Lw.,Durchmesser 40 cm

Material: mineralische und chemische Pigmente

Stena fahrt

"Ostseefahrt"

Oel auf Lw.,Durchmesser 40 cm

Material: mineralische und chemische Pigmente

Katja Brockmoeller 2013

Laboe

"Kiten auf der Ostsee"

Aquarellfarben aus Indigo, Reseda, Blaukraut, Rote Beete, Sepia angemischt mit Gummi Arabikum und Honig

Katja Brockmoeller 2013

Verteidigung

"Der heilige Demetrios"

Ikonenmalerei aus Erdfarben, Thulit sowie Blattgold und Blattsilber (noch ohne Firniss)

Katja Brockmoeller 2018

Seenorrettung

"Der heilige Nicolaus als Seenotretter"

Diese Darstellung des Heiligen Nicolaus steht im Kontext des Streites zwischen der Wissenschaft und der orthodoxen Kirche. Die Gebeine des Heiligen wurden exhumiert, um das wahre Antlitz zu rekonstruieren. Die hier gezeigte Physiognomie lehnt sich an die digitale Rekonstruktion der russischen Wissenschaft an, deren Rekonstruktionsgrundlage 2014 überwiegend Reliquien des Heiligen waren. Sie berücksichtigt auch die in den 50iger Jahren entstandenen Zeichnungen von Luigi Martino (Bari, Italien). Martino nutzte die von den Italienern nach Italien verbrachten Gebeine für seine Gesichtsrekonstruktion. Die weitverbreitete digitale Rekonstruktion der forensischen Untersuchungen der Liverpool university (vgl. Caroline Wilkinson) wurde hier, wegen ihrer Nähe zu standardisierten Gesichtsrekonstruktionen prähistorischer Schädelfunde, nicht berücksichtigt.

Ikonenmalerei: Erdfarben, Shungit, Koralle, Eisenoxid sowie Blattgold (ohne Firniss)

Katja Brockmoeller 2018

Erdfarben treffen bei Landschaftsdarstellungen häufig den richtigen Ton!

Erdfarben

"Herbstwald"

Fischleimtempera auf Lw., 79 x 120 cm

Material: Erdfarben, mineralische Pigmente, Pflanzenfarben

Katja Brockmoeller 2012

Vorfrühling

"Vorfruehling"

Oel auf Lw., 79 x 120 cm

Material: Erdfarben, mineralische Pigmente, Glaspigmente

Katja Brockmoeller 2012

Aquarelle aus Mineralfarben und Pflanzenfarben

Kinderportait

Jugendbild eines Mädchens

Aquarellfarben aus Erden und Pflanzen, Katja Brockmöller 2013

Endlich 50

"Endlich 50 Jahre alt!"

Aquarellfarben aus Erden und Pflanzen, Katja Brockmöller 2013

Rapsölfarben aus Erden, Kreide, Steinen, Kohle (...)

Sommer

"Sommer""

Öl auf Lw., Erden, Steine, halbsynthetische Mineralfarben, Katja Brockmöller 2010

Kinderportait

"Junge im Rapsfeld"

Öl auf Lw., 79 x 120 cm

Material: mineralische und halbsynthetische Pigmente

Katja Brockmoeller 2012

Schnee

"Kinder im Schnee"

Öl auf Karton, Mineralfarben, Erde, Kreide, Steine, Katja Brockmöller 2010

Fabrikfarben

Warft

"Der Blick von der Warft Noldes"

synthetische Aquarellfarben auf Reispapier; Katja Brockmöller 2019

Krieg und Friede

"Baby auf einer roten Decke"

synthetische Farben aus Primärfarben angemischt, 2001

Segelschulschiff

"Segelschulschiff Gorch Fock"

synthetische Farben aus Primärfarben angemischt

Hvide Sande

"Hvide Sande"

Industriefarbe mit Salzwasser, Katja Brockmöller 2013